Nord Shaolin Kung Fu - Wien
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Nord Shaolin Kung Fu
Wien

Geschichte

Die Geschichte des Nord Shaolin Kung Fu geht zurück bis in das Jahr 495 n.Chr. Zu dieser Zeit wurde das Shaolin Buddhistische Kloster in der Honan Provinz in Nord-China gebaut, zu Ehren des Mönchs Badra, der den Buddhismus nach China gebracht hatte. Im sechsten Jahrhundert n.Chr. kam ein buddhistischer Mönch namens Arya Boddhidarma von Indien nach China. Boddhidarma war der 28te Patriarch des Dhyana Buddhismus in Indien. Durch die Gründung von Lehren seiner Tradition in China wurde er bekannt als der erste Patriarch des Dhyana Buddhismus in China. Boddhidarmas Lehrer war Arya Prajnatara, der 27te Patriarch in Indien. Dhyana ist das Sanskrit-Wort für Zen (japanisch) oder Ch'uan (chinesisch). Um die physischen und spirituellen Fähigkeiten der Mönche zu verbessern, lehrte Boddhidarma ihnen Bewegungsabfolgen, die entwickelt wurden um Energie (Chi) freizusetzen. Basierend auf diesen Bewegungen entwickelten die Mönche ein Kampfkunstsystem, bekannt als Ch'uan Fa (Faust Methode). Ch'uan Fa kombinierte buddhistische Meditationspraxis mit Selbstverteidigungstechniken. über die Jahrzente wurde Ch'uan Fa weiterentwickelt - als es in den Westen kam, wurde es Kung Fu genannt.

Die allgemein anerkannte Geschichte über die Entwicklung von Kung Fu in Korea besagt, dass um 1949, nach der chinesischen Revolution, viele Chinesen von China nach Korea emigrierten, darunter auch vier Kung Fu (gong fu) Lehrer: Lin Pin Zhang, Stil Gottesanbeterin (1910-1982), Jiang Kyung Fang (1912-), ebenfalls Stil Gottesanbeterin, No Sue-Chon, Stil Bagua in Inchon und Lee De Jiang (or Lee Duk-Kang), Stil Chang Chuan Men (Langfaust) in Seoul. Lee De Jiang trainierte und führte viele Studenten zum Trainergrad und einige bis zum Meistergrad, was den Stil enorm voranbrachte in und um Seoul herum.

In unserer Kampfkunstschule wird Chang Chuan Men (Langfauststil) unterrichtet, einer der Nord Shaolin Kung Fu Stile. Dieses System ist in der oben genannten Tradition verwurzelt und wurde in der Provinz Shandong in China entwickelt. Seit 1960 wird dieses System auch in Seoul von meister Lee De Jiang unterrichtet. Dieser Stil ist eine Mischung aus Langfaust Kung Fu und Mei Hua Tang Lang (Plaumen Blume Gottesanbeterin) Techniken. Im Training ist auch noch ein weiterer Nord Shaolin Kung Fu Stil integriert, bekannt unter Kampfkünstlern als Tan Tui (Dam Toi: 12 springende Beine) und auch Nin Cha, das vor allem Haltegriffe beinhaltet.

In den 80ern brachte Meister Lee Je Dong dieses System von Korea nach Europa (Wien, österreich). In den 90ern kam es nach Hellas (Griechenland). Diese beiden Schulen sind wahrscheinlich die einzigen in Europa, in denen Chang Chuan Men unterrichtet wird!

Meister Lee je Dong brachte mit den Kung Fu Techniken auch zahlreiche Qi Gong übungen (Rote Hand Qi Gong), die als integrativer Bestandteil des Trainings den Energiefluss fördern und ganz öffnen können (Satori).

Biographien

Meister Lee De Jiang

Meister Lee De Jiang

Meister Lee De Jiang (Lee Duk-Gang) wurde 1931 in Yen Tai, Provinz Shandong, China geboren. Im Alter von 11 Jahren begann er mit dem Training des Chang Chuan Men (Langfaust Stil) unter Meister Lee Yong De. Während der Zeit der chinesischen Revolution immigrierten viele Chinesen in Korea und im Jahr 1949 übersiedelte Meister Lee De Jiang von der Provinz Shandong nach Korea. Er hatte geplant eventuell nach China zurückzukehren, aber die politische Situation hielt ihn davon ab. Im Jahr 1960 begann er chinesische Immigranten in der Chinesischen Botschaft in Korea zu unterrichten und 1963 öffnete er seine Schule und begann auch Nicht-Chinesen Kampfkunst zu lehren. Meister Lee De Jiang unterrichtet immer noch in Seoul als Kopf der Koreanisch Chinesischen Wushu Association.
Meister Lee Je Dong

Meister Lee Je Dong

Meister Lee Je Dong wurde im Jahr 1954 in Seoul geboren. Im Alter von 14 Jahren begann er mit dem Nord Shaolin Kung Fu Training. Er studierte mit verschiedenen Meistern, aber auch mit Meister Lee De Jiang. Er war sehr jung (30 Jahre) als er zum Meistergrad aufstieg. Lee Je Dong war ein sehr erfahrener Eisenhand-Meister, sodass auch 10 Ziegel seinem Schlag nichts entgegenzusetzen hatten. Im Jahr 1985 gründete er die Kung Fu Schule in Wien unter dem Namen "Nord Shaolin Rote Hand Kampfkunstschule". Vier Jahre später übergab er die Schule seinem Studenten und Trainer Gerhard Rosen und gründete eine weitere Schule in Seoul, Korea. Meister Lee starb unerwartet bei einem Autounfall 1997 im Alter von 42 Jahren. Er hinterliess seinen Studenten mit seinem Kampfkunstsystem ein wertvolles Erbe, das wir in seinem Sinne weiterführen und unterrichten.

Manos Tamiolakis

Manos Tamiolakis

Einer der ersten Studenten von Großmeister Lee Je Dong, kehrte 1994 in seine Heimat Griechenland zurück. Er eröffnete dort eine Schule in der Nord Shaolin Kung Fu unterrichtet wird (siehe Link: Shaolin Kung Fu in Kreta).

Gerhard Rosen

Trainierte Tai Chi bei Prof. Wang, lernte Meister Lee Je Dong 1985 in Wien kennen und war einer seiner ersten Studenten in der Wiener Schule. Übernahm die Schule im Jahr 1988 als Meister Lee nach Korea zurückkehrte und war bis zu dessen Tod 1997 Obmann der Kampfkunstschule.

Gerhard Rosen und die damaligen Studenten, ca. 1989
und die damaligen Studenten, ca. 1989

Südkorea

In der Schule von Meister Lee Je Dong in Seoul
In der Schule von Meister Lee Je Dong in Seoul.

Jetzt

Seit 1997 wird die Schule von den ältesten Studenten weitergeführt. Derzeitiger Vereinsobmann:
Dr. Hammerschmied Alexander
Trainer und Studenten der Kampfkunst-Schule Nord Shaolin Kung Fu Wien - Dezember 2007
Trainer und Studenten - Dezember 2007